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Dieses Thema hat 1 Antworten
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Gerald Franz Offline



Beiträge: 17

15.03.2006 12:03
Milosevics letzter Brief antworten

Quelle:http://www.jungewelt.de/2006/03-15/003.php
15.03.2006 / Ausland / Seite 3
Zum Inhalt dieser Ausgabe |

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Dokumentiert. Milosevics letzter Brief
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich übermittele Ihnen meine Danksagung für die Solidarität, die Sie zum Ausdruck gebracht haben, indem Sie sich einverstanden erklärten, mich für eine medizinische Behandlung aufzunehmen.

Ich möchte Sie über Folgendes informieren: Ich glaube, die Beharrlichkeit, mit der die medizinische Behandlung in Rußland verweigert wurde, ist in erster Linie in der Befürchtung begründet, daß bei einer sorgfältigen Untersuchung entdeckt werden würde, daß aktive und mutwillige Schritte unternommen wurden, meine Gesundheit zu zerstören. Diese könnten vor russischen Spezialisten nicht verborgen werden.

Um meine Anschuldigungen zu belegen, präsentiere ich Ihnen ein einfaches Beispiel, das Sie im Anhang finden. Dieses Dokument, das ich am 7. März erhalten habe, zeigt, daß am 12. Januar ein ausgesprochen starkes Medikament in meinem Blut gefunden wurde, das – wie sie selbst sagen – zur Behandlung von Tuberkulose und Lepra eingesetzt wird, obwohl ich selbst während dieser fünf Jahre in ihrem Gefängnis niemals irgendein Antibiotikum genommen habe.

Während dieser gesamten Zeit habe ich außer einer Grippe nie irgendeine ansteckende Krankheit gehabt. Auch die Tatsache, daß die Ärzte zwei Monate gebraucht haben (um über den Befund zu informieren, d. Red.), ist nur mit Manipulation zu erklären. Die dafür Verantwortlichen können gewiß nicht meine Krankheit behandeln; ebensowenig wie diejenigen, gegen die ich mein Land in Kriegszeiten verteidigt habe und die ein Interesse daran haben, mich zum Schweigen zu bringen.

Sehr geehrte Herren, Ihnen ist bekannt, daß russische Ärzte zu dem Schluß gekommen sind, daß die Untersuchung und Behandlung der Probleme der Blutgefäße in meinem Kopf notwendig und dringend ist. Ich wende mich daher in der Erwartung an Sie, daß Sie mir helfen, meine Gesundheit gegen die kriminellen Aktivitäten in dieser Institution zu verteidigen, die unter dem Zeichen der UN arbeitet, und daß ich sobald wie möglich eine angemessene Behandlung in Ihrem Krankenhaus erhalte, in dessen Ärzte, wie in Rußland, ich vollkommenes Vertrauen habe.

Hochachtungsvoll, Slobodan Milosevic

(abgeschickt: 8. März; Eingang in der russischen Botschaft: 11. März; Übersetzung: AP)


Gerald Franz Offline



Beiträge: 17

15.03.2006 12:41
Jetzt hat man mit Milosevic ein dummes PR-Problem antworten

Quelle:http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/349493.htm
Geschrieben von Taktiker am 15. März 2006 10:42:43:

Als Antwort auf: hies es nicht: sämtliche Medikamente wurden unter Aufsicht verabreicht? Wie ... geschrieben von ManfredF am 15. März 2006 09:08:56:

>hies es nicht: sämtliche Medikamente wurden unter Aufsicht verabreicht? Wie sollte Milosevic dann an 'eigene' Medikamente kommen?


- "Über längere Zeit" muß die Einnahme der Lepramittel stattgefunden haben. Ohne dass es den Ärzten auffiel, bei ständiger ärztlicher Überwachung, wo doch Slobos Krankheit immerhin so evident war, dass sie immer wieder den Prozess unterbrach ? Allein dies schon ein K.O. für die Verschwörungstheorie der Selbstvergiftung

- Desweiteren: Die Taktik, mit absichtlich zerstörter Physis nach Moskau gelangen zu wollen, wäre absurd. Zum einen, weil sie tödlich sein kann, nein, WAR! Zum anderen, weil man Slobo ohne weiteres auch im Westen hätte behandeln können, vor Ort in den Niederlanden oder in Deutschland, Frankreich. Von daher wäre das schon eine merkwürdige Taktik. Hätten sie ihn nach Amsterdam ins Krankenhaus verlegt und gut wärs gewesen. Nicht logisch, Slobo eine solche Taktik zu untersetllen. Aber okay, für den BILD-Zeitungsleser-Schnitt reicht das allemal aus, zugegeben.

- Nach 5 Jahren Den Haag hatte man Milo immer noch nicht al dente. Das war mehr als peinlich, das war bedrohlich! Schließlich wäre irgendwann ein Richterspruch fällig gewesen, und zwar nach bisherigem Stand höchstwahrscheinlich ein Freispruch, somit die ganze Verschwörungstheorie vom bösen Serben unglaubwürdig geworden. Und der Nato-Krieg gegen Jugoslawien in neuem Licht gestanden.

Der Tod Slobos war die einzige Option für den Westen, da sauber raus zu kommen. Wozu braucht man ein Urteil, wenn die gesamte veröffentlichte und letztendlich auich öffentliche Meinung ihres längst gefällt hat. Muß man halt weiter den beliebten Terminus "mutmaßlich" dem "Völkermörder" voranstellen, darf ihn auch mal kokett vergessen... Egal. Weil kein offizielles Urteil greifbar war, gabs eben Plan B.

Einziger Schönheitsfehler: Die Vergiftung wurde vorausgeahnt und ...jetzt der Patzer... dem Russen konspirativ gesteckt - blöderweise 2 Tage vor dem Exitus. Wäre das nicht passiert, hätte man auch kein Selbstmedikationsmärchen benötigt und Slobo wäre banal herzinfarktet dahingeschlichen. Jetzt hat man ein PR-Problem. Ich hoffe inständigst, die Serben machen was daraus.


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