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Dieses Thema hat 86 Antworten
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 Spezial-Forum: Die Vogelgrippe
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moi Offline




Beiträge: 21

25.02.2006 21:29
Freitag den 24.2. in Überlingen, Uferpromenade ... antworten

Ich stand auf der Uferpromenade, exakt an dieser Stelle (Seepromenade vor der Hausnr. 19), als Feuerwehr und Fernsehteams zusammen gekommen sind. Ich schwöre es: Die anwesenden Enten waren alle im Wasser und munter (deshalb wurden am Abend im Fernsehen keine Kadaver gezeigt: Es gab keine! Die angebliche infizierte Tafelente wurde auch schon vor 10 Tagen gefunden, heisst es zumindest heute auf swr.de).

Die Feuerwehr hat in aller Ruhe eine kleine Ecke (keine 30 m lang) der Promenade abgeriegelt. Davor hatten viele Spaziergänger und Touristen, so wie ich, die Zeit gehabt, auf dem vermeintlich verseuchten Boden rum zu trampeln, und die Phantomviren waren schon längst bis nach Holland verteilt. Ein Riesenzelt wurde errichtet (wozu? als Umkleidekabine?). Zwei Feuerwehrleute (nehme ich an) mit Schutzanzug und Schutzmaske spazierten dann, willkürlich hier und da sprühend (ich hoffe - und denke - es war nur Wasser, und kein Gift) vor den Kameras, während ihre Kollegen und die Fernsehleute ungeschützt umher liefen.
Nach knapp 2 Stunden wurde dann alles wieder abgebaut und eingepackt und weg waren sie. Leider habe ich nur wenige Fotos gemacht, denn mir war nicht klar, was die Medien aus diesem Theater machen würden!
Am Abend habe ich dann mit grossem Interesse das Desaster im Fernsehen verfolgt.
Heute Samstag sind die zwei Feuerwehrmänner auf der ersten Seite einiger Zeitungen abgebildet. Die Süddeutsche Zeitung betiteld das Bild mit: "Seuchenbekämpfung an der Uferpromenade". Der Artikel dazu heisst: "Vogelgrippe erreicht Süddeutschland".

Weiter heisst es bei SWR: "Die Behörden bereiten sich auf ein mögliches Massensterben von Wildvögeln am Bodensee vor. Seit dem Vormittag ist deshalb ein Hubschrauber im Bodenseeraum auf Kontrollflug unterwegs."
Na dann sind wir beruhigt

Wie nennt man denn so was???


jannis ( Gast )
Beiträge:

25.02.2006 21:48
#2 RE: Freitag den 24.2. in Überlingen, Uferpromenade ... antworten

Herzlich Willkommen moi

DANKE! für deinen entlarvenden Bericht!

Viele Grüsse
Jannis

Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null und das nennen sie ihren Standpunkt - Albert Einstein

Iris Offline



Beiträge: 17

25.02.2006 21:55
#3 RE: Freitag den 24.2. in Überlingen, Uferpromenade ... antworten

Hallo moi,

so ähnlich hatte ich mir das vorgestellt!!!
Wenn´s nicht so traurig wäre, könnte man sich glatt drüber kaputtlachen.

LG

Walter Offline



Beiträge: 3

26.02.2006 00:43
#4 RE: Freitag den 24.2. in Überlingen, Uferpromenade ... antworten

... ja, es ist wirklich ein Wahnsinn, was abläuft. Und alle machen mit. Warum nur? Es müssen sich doch mal, abgesehen von denen die hier drin sind, mal welche finden, die diesen Wahnsinn nicht mehr mitmachen?

Christian Offline



Beiträge: 17

26.02.2006 10:20
#5 RE: Freitag den 24.2. in Überlingen, Uferpromenade ... antworten

Das Problem ist, das die Masse zu faul und zu dämlich ist sich richtig zu informieren.

Ist doch viel bequemer wenn man alles vor die Nase serviert bekommt.


Penzy Offline



Beiträge: 280

26.02.2006 10:37
#6 RE: Freitag den 24.2. in Überlingen, Uferpromenade ... antworten

Hallo moi,

einfach nur Klasse Dein Bericht. Hoffentlich schreiben noch mehr Leute ihre Berichte, die ähnliches beobachten.

lichst
Penzy

Micha-Mille Offline



Beiträge: 2

26.02.2006 10:43
#7 RE: Freitag den 24.2. in Überlingen, Uferpromenade ... antworten

Hmmm, irgendwie kann ich mich nicht so recht der allgemeinen Panik anschließen. Vielleicht bin ich auch nur zu unbedarft oder ahnungslos? Hätte ich im Mittelalter ähnlich reagiert, wenn die Pest an meiner Tür angeklopft hätte, um mich von einer gewissen Dringlichkeit zu überzeugen? Fragen über Fragen...
Zumindest hat es mich gestern Abend nicht davon abgehalten, mir genüsslich ein leckeres Hühnchencurry zuzubereiten, ohne das Gefühl zu haben etwas leichtsinnig gewesen zu sein. Wenn ich sterben sollte, dann wenigstens mit nem entzückten Gesicht des Hochgenusses...
Meinen Sonntagspaziergang werde ich nicht damit verbringen tote Vögel zu beobachten (by the way, es gibt tatsächlich Menschen, die bei dem Ausruf: 'schau mal, ein toter Vogel' glatt in die Luft sehen ).

Also bei uns in Franken, wo die Menschen sehr bodenständig sind (mit allen Vor- und Nachteilen ;-)), ist alles NORMAL.

Gelassene Grüße

Micha

Micha-Mille Offline



Beiträge: 2

26.02.2006 10:48
#8 RE: Freitag den 24.2. in Überlingen, Uferpromenade ... antworten

By the way, äußert sich 'Vogelwahnsinn' nicht dadurch, dass man in einem zweizeiligen Mitternachts-Thread gleich mehrfach "Wahnsinn" verwendet, so dass der Thread ganz schnell zum Threat wird?! Fragen über Fragen... ;-)

medi Offline



Beiträge: 105

26.02.2006 11:14
#9 RE: Freitag den 24.2. in Überlingen, Uferpromenade ... antworten

Hallo moi,

wir sollten uns wahrscheinlich angewöhnen, nicht mehr ohne Digicams aus dem Haus zu gehen. Und alles filmen,was in Zukunft theaterreif für die Panikmache inszeniert wird.

Aus dem zusammengetragenen Material sollte irgendwann einmal eine Dokumentation entstehen. Nach dem Muster Fahrenheit 9/11 von Michael Moore. Dann als Massenware vervielfältigt auf DVD, zum Verschenken.

Gruß M.

Iris Offline



Beiträge: 17

26.02.2006 11:17
#10 RE: Freitag den 24.2. in Überlingen, Uferpromenade ... antworten

Mein Mann hatte beim Frühstück eine hervorragende Idee:

das alles ist eine deutschlandweite ÜBUNG..... wir werden von unseren Behörden getestet, wie loyal wir uns im Ernstfall verhalten und was wir alles dafür tun würden, unser Land und unsere Mitmenschen zu retten.

Am Aschermittwoch wird das Geheimnis gelüftet.. und wir singen gemeinsam: Am Aschermittwoch ist alles vorbei...... ;-)

Investitionen seitens unseres Staates kann man ja sehr schnell über "Vogelgrippe-Virus-Steuer" wieder reinholen..
unserer aller Gesundheit sollte uns doch 15 % unseres "Vermögens" wert sein....

sly Offline



Beiträge: 2

26.02.2006 12:04
#11 RE: Freitag den 24.2. in Überlingen, Uferpromenade ... antworten

... klar zum einen ist für viele die einzige wahrheit die tagesschau.

Zum anderen ist es halt auch eine wissenschaft die man "studieren" muß und natürlich für viele nicht so leicht verständlich wie für den geehrten Dr.Lanka.

Das macht die Sache für Betrügereien um so leichter und für die Aufklärung um so schwieriger.

Gruß sly

brittabritta Offline



Beiträge: 29

26.02.2006 15:27
#12 RE: Freitag den 24.2. in Überlingen, Uferpromenade ... antworten

hallo zusammen,

das ist ja wieder ein ding was du berichtest mit der fernsehtruppe und der feuerwehr. aber so denk ich mir das auch.

ich weiss nicht wieso so viele menschen alles einfach glauben. allerdings bin ich mit der verbreitung meiner ansichten in einem anderen forum so vehement angegriffen worden, das was echt wahnsinn. die mitglieder die mich dort so angegriffen haben sind beide biologen und die eine auch dr.rer.nat. molekularbiologe. seltsam das ausgerechnet immer wieder vertreter dieser lobby so aggressiv reagieren wenn man an der vogelgrippe etc. zweifelt.

leider bin ich nicht wissenschaftler oder arzt und kann leider auch nicht wirklich fachlich mit denen diskutieren.

aber jetzt haben die es in diesem forum fast schon geschafft das ich mit meiner ansicht als das "dumme unwissende an verschwörungen glaubende ding" dastehe und die anderen sich auch kaum noch trauen was zu sagen.

ich geb trotzdem nicht auf zu versuchen den menschen zu helfen die "wahrheit" zu entdecken.

liebe grüße
britta

VaxxNo Offline



Beiträge: 189

26.02.2006 16:23
#13 RE: Freitag den 24.2. in Überlingen, Uferpromenade ... antworten


Was dieser Schwachsinnsmythos in Bewegung setzt ist schon erstaunlich und gleichzeitig erschreckend (da es in "Demokratien" mit Rede-,Presse-, u. Meinungs"freiheit" möglich ist).

http://www.wams.de/data/2006/02/26/851763.html


Grüße

Antarius Offline



Beiträge: 12

26.02.2006 16:39
#14 Traumziel Rügen - ... oder: Schwäneknutschen verboten antworten

(Quelle: http://www.faktuell.de/Hintergrund/Background376.shtml)

Traumziel Rügen - und wie ich es ganz genau wissen wollte
oder: Schwäneknutschen verboten
Von Philipp Berger * 24.02.2006

"Schon wieder fünfzig tote Schwäne auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern!", tönte es aus dem Radio. In der Tagesschau hieß es, es gebe nicht genügend Helfer, um die toten Schwäne einzusammeln, die auf Rügen wohl zu "Abertausenden" tot herumliegen würden. Seit einer Woche spielte ich mit dem Gedanken, eine Rügenrundreise zu unternehmen. Jetzt wollte ich es genau wissen.

(c) faktuell

Ich suchte mir die Nummer des Gesundheitsamtes des Landkreises Rügen heraus. Das nahm einige Zeit in Anspruch. Ich konnte auf der offiziellen Rügen-Seite keine Angaben dazu finden. Panik machte sich in mir breit. Es war Freitag, die Zeit lief mir davon, mittags würden sicher alle Behörden im Wochenende sein. Ich hatte Glück. Der Notplan sah für die Angestellten an diesem Tag etwas anderes vor. Als ich die Nummer gefunden hatte war es zwar Nachmittag. Am anderen Ende meldete sich dennoch eine Frau. Sie hörte sich kurz mein Anliegen an und verband mich anschließend mit einer Expertin, Frau Schmidt hieß sie.

Frau Schmidt konnte es offensichtlich kaum erwarten, mich vor der Gefährlichkeit dieses Virus zu warnen. "Jaja, das Virus, das man in den zwei Schwänen nachgewiesen hat ist hochpathogen!", meldete sie sich. Ich war etwas perplex ob dieser Begrüßung, stellte mich nachträglich vor und erklärte ihr meine Situation. Ich sei ein potentieller Rügen-Urlauber und habe nur deshalb angerufen, um mir ein Bild von der Lage machen zu können, da die Nachrichten mir bisher kein eloquentes solches hatten vermitteln können.

Frau Schmidts Antwort auf die Frage, wie schlimm die Lage sei: "Es ist sehr schlimm. Aber Sie können trotzdem ruhig kommen, wenn Sie sich von toten Wildvögeln fernhalten." Diese nämlich hätten das hochpathogene H5N1-Virus in sich, was jedoch nur im direkten Kontakt mit den Vögeln gefährlich werden könne, "also wenn Sie die toten Tiere beispielsweise streicheln oder gar küssen würden".
"Küssen?", fragte ich mich verdutzt. Nun, fremde Länder, fremde Sitten. Vielleicht war das auf Rügen üblich. Schwäneknutschen als neuer Trendsport. Ich ließ den Gedanken vorerst beiseite, denn Frau Schmidt erklärte mir gerade, dass es zwar überall nur so von "toten Schwänen wimmle, man die Lage jedoch unter Kontrolle habe". Viele Schwäne lägen auf dem Eis, auf das die Helfer derzeit nicht ungefährdet gehen könnten, um sie einzusammeln. Daher benötige man derzeit auch keine weiteren Helfer.

"Nun gut, keine Helfer, also doch Urlaub", dachte ich und fragte weiter: "Gibt es Sperrzonen, in die man als Urlauber gar nicht mehr kommen kann?"
"Nein", sagte Frau Schmidt "lediglich gewisse Gefahrenzonen, man kann als Urlauber jedoch noch überallhin gelangen. Allgemein ist es aber ratsam, den Kontakt mit toten Vögeln zu meiden und sie insbesondere nicht zu küssen".
Schon wieder sollte ich keine Schwäne küssen. Die Frau erschien mir etwas kussfixiert. Ich ging auch diesmal nicht weiter darauf ein. Stattdessen stellte ich fest: "Das heißt also, es ist gar nicht so schlimm, wie es in den Nachrichten immer dargestellt wird?" Jetzt wurde Frau Schmidt ganz aufgeregt. "Doch, doch, das Virus ist hochpathogen, es ist sehr gefährlich. Sie dürfen die toten Schwäne auf gar keinen Fall streicheln oder küssen!"

Langsam nervte mich diese Sache mit dem Küssen wirklich. War es auf Rügen tatsächlich üblich, jeden toten Schwan zu berühren und ihm einen Abschiedskuss zu geben? Wurden hier wilde Strandparties gefeiert, Kuscheln mit wilden Schwänen? Oder war Frau Schmidt einfach nur reif fürs Wochenende? Ich ließ das Thema fallen. Frau Schmidt bekräftigte dagegen abschließend, solange man dies beachte, könne man Rügen ruhig besuchen kommen. Anschließend erklärte sie mir noch, dass man momentan auch verstärkt die Augen nach totem Gefieder aufhalte und "aktiv" nach toten Vögeln suche. Ich solle mir halt überlegen, ob ich kommen wolle. "Tja", dachte ich bei mir. Rügen ist vermutlich sehr verwinkelt, die Klippen versperren die Sicht, wahrscheinlich muss man deshalb nach den vielen toten Vögeln aktiv suchen."

Ich verabschiedete mich von Frau Schmidt und entschloss mich, bei den Einwohnern nachzufragen. Meine erste Station war Neuendorf auf Hiddensee.

(c) FAKTuell

Das Telefon klingelte, ich stellte mich vor und erklärte mein Anliegen. Offensichtlich kam mein Anruf nicht ungelegen, denn Herr Müller nahm sich sofort die Zeit, mir meine Fragen zu beantworten. Es waren dieselben, die ich Frau Schmidt gestellt hatte.
Doch Herr Müller schien ganz woanders zu leben. Er erzählte mir, dass das Sterben der Schwäne zu dieser Jahreszeit wohl ganz normal sei. "Jedes Jahr sammeln sich die Tiere in der geschützten Bucht des Wieker Boddens und des Rassower Stroms um dort zu überwintern. Dabei sterben jedes Jahr zig Schwäne, die zum Teil auf dem Eis festfrieren und dort liegen bleiben, zum Teil auch im Wasser treiben." Das sei ganz unterschiedlich. "Nur dieses Jahr", so meinte er, "kommt auf jeden toten Schwan ein eigenes Fernsehteam. Normalerweise sind die Schwäne auch jedes Jahr im Winter gefüttert worden." Dieses Jahr sei das jedoch ausgeblieben. "Warum? Das wüsste ich auch gern."

Auf jeden Fall seien dadurch eben viel mehr Vögel als sonst betroffen.
"Entweder erfrieren sie oder sie verhungern. Normalerweise wären diese Tiere dann von Aasfressern wie Füchsen aufgefressen und weggeräumt worden." Ich fragte ihn, was er von der Pathogenität des Virus halte.
Seine Antwort blieb unbeirrt. "Ach, wissen Sie was, das war wahrscheinlich schon immer in den Vögeln drin. Das ist eben Natur. Nur, dass die Menschen daraus jetzt wieder so eine Riesengeschichte machen. Die könnten jetzt genausogut hingehen und ein paar toten Füchsen die Tollwut bescheinigen. Und trotzdem sind die nur verhungert, weil man ihnen ihr Futter vorenthalten hat - wie dieses Jahr den Schwänen. Und das, obwohl doch der Winter dieses Jahr sogar noch härter war, als in den letzten Jahren! Eine große Sauerei, wenn Sie mich fragen!" Herr Müller schwärmte noch kurz von den Vorteilen einer Rügenreise mit Aufenthalt auf Hiddensee. Vor allem in diesem Jahr, da es wohl ganz besonders leer und ruhig sein würde.

Mein nächster Zielort war Schaprode. Ich rief eine Dame an, die auflegte, während ich gerade meine Lage schilderte. Offenbar war ich nicht der erste Anrufer. Ich rief also die zweite Person in Schaprode an, Frau Meier. Frau Meier meldete sich mit freundlicher Stimme, aber leicht genervtem Unterton. Ich erklärte ihr, was ich auch Herrn Müller schon erklärt hatte und teilte ihr auch mit, dass ich bereits beim Gesundheitsamt in Bergen angerufen habe, mich die dortigen "Berater" jedoch noch mehr verwirrt hätten. Als sie das hörte verschwand der Unterton aus ihrer Stimme. Frau Meier begann zu erzählen. Ihre Geschichte ähnelte stark der von Herrn Müller, aber kaum der von Frau Schmidt. Das Gesundheitsamt selbst könne man ja nicht wirklich ernst nehmen, meinte sie denn auch. Zum Abschied lud sie mich sogar ein, sie in Schaprode im Laden zu besuchen.

Ich gab mich immer noch nicht zufrieden. Meine nächsten Opfer wohnten in Trent und Vaschvitz. Dabei bekam ich noch etwas anderes heraus: Auf meine Frage, ob es denn irgendwo abgesperrte Zonen gebe, sagte mir ein Mann: "Jaja, da hinten in der Pampa haben sie so Polizeiband gespannt, an ein paar Pfähle. Aber da kann man trotzdem hin, da ist keiner, der das kontrolliert." Ähnliches hörte ich bei allen Angerufenen, darunter Bauern, Verkäufer und sogar ein Tierarzt.

Ich gestehe, ich blieb etwas verwirrt an diesem Freitag an meinem Telefon zurück. Als ich mir anschließend in der Küche einen Kaffee machte, kam Felix, ein Nachbar auf meinem Etagenflur im Wohnheim, hinein. Missmutig maulte er, dass er sich kaum noch traue, irgendwas zu essen. "BSE, Gammelfleisch, jetzt Vogelgrippe, nicht mal Grünzeug kann man essen, da sind Pestizide dran."
Ich winkte ab. "Lass mal, ist alles halb so schlimm." Dann erzählte ich ihm von meiner persönlichen Recherche. Und endete mit meinem Entschluss, mir die Sache selbst anzusehen. "Ich bringe Dir auch ein paar Schwanenfedern mit", sagte ich grinsend. Felix schaute mich merkwürdig an. In seinen Augen lag eine Mischung aus Mitleid und Vorsicht. Dann schlurfte er aus der Küche. "Ich würde mir noch mal überlegen, ob ich das mache an deiner Stelle" meinte er beim Hinausgehen. "Die werden ja wohl nicht alle ungeprüft irgendwelchen Mist schreiben und weiterverbreiten. Die Journalisten werden schon wissen, wovon sie da berichten."

Mit diesen Worten ließ er mich zurück.
Ich schaute aus dem Küchenfenster. "Schade, dass es hier im neunten Stock kaum Vögel gibt", dachte ich. Immerhin, für Frankfurt war das sogar eine recht grüne Ecke, hinten raus hatten wir einen Friedhof. Wer tiefer wohnte, hörte im Frühling bestimmt auch mal den einen oder anderen Vogel zwitschern, zwischen dem Jaulen der Feuerwehrsirenen und dem Quietschen der U-Bahnen, wenn die in ihre Depots kurvten. "Trotzdem", dachte ich. "Kein guter Platz für die Vogelgrippe." Dann ging ich in mein Zimmer. Ich musste noch meinen Rucksack für Rügen packen.

Lesetipp: Dr. Lanka - Vogelgrippe, H5N1...


Demian Offline



Beiträge: 86

26.02.2006 23:06
#15 RE: Freitag den 24.2. in Überlingen, Uferpromenade ... antworten

@ moi

Hast du nicht Lust, Deine Beobachtung in Überlingen an die komplette SWR3 Truppe zu schicken ???
Du als persönlicher Beobachter vor Ort kannst in den von den Nachrichtenagenturen verdrehten Köpfen der Redakteure evtl. etwas zurechtrücken ...

Hier findest Du meine Idee ...
-> http://www.vogelgrippe-aufklaerung.de/to...message=2018964
... die komplette SWR3 ePost-Adreßliste ...
-> http://www.vogelgrippe-aufklaerung.de/fi...5p2018964n1.txt

Nur Mut !!!

Steter Tropfen höhlt den Stein ...

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